Antwort auf: Hürlimann D400

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#4809

Hallo Heinrich.
Weiter unten findest du eine Übersetzung von dem Zeitungsartikel von heute Morgen.
Die Internetseite ist Spitze, weiter so.
Grüsse aus Luxemburg

Carlo

Hürlimann D400

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In den 50iger Jahren waren die französischen Forstbetriebe rar (und sogar auch die landwirtschaftlichen Betriebe), die mit Hürlimann Traktoren ausgerüstet waren. Gebaut in der Schweiz, wurden diese mit Sorgfalt fertig gestellt, waren aber teuer und die Marke fügte über kein Vertriebs- und Wartungsnetz in Frankreich. Jedoch kaufte der Vater von Marcel Pasturel aus Saint-Lo (Département Manche in der Normandie) 1946 einen neuen Traktor um in seinem Sägewerk in Airel zu nutzen. Es handelt sich um ein Modell von 35 PS, ausgestattet mit einem Dieselmotor mit direkter Einspritzung Lizenz Saurer. Er steht hier vor seinem Traktor mit seinen Kindern. Marcel, sein Sohn, dem wir dieses Foto verdanken, fuhr dieses Gefährt während Jahren. Eingeführt in 1942, wurden die Zulassungen KH9 für landwirtschaftliche Traktoren und Anhänger aus dem Departement Manche reserviert.

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1955 wiederholte unser Mann dies mit diesen Modell von 55 PS, auch ausgestattet mit einem Dieselmotor mit direkter Einspritzung Lizenz Saurer. Die Halbkabine, mit der er ausgestattet ist, ist eine Seltenheit auf französischen Traktoren. Hier handelt es sich um einen Gebrauchttraktor.

Unter dem 2. Bild
Wie kam der Hürlimann Traktor nach Frankreich?
Im Mai 1945, Befreiung von Frankreich, in ganz Europa wurden die Traktorfabriken durch den Krieg zerbombt. Grossbritannien baute zusammen mit den USA Lastwagen für die Armee. Nur die Schweiz, neutral während des Krieges, baute Diesel-Traktoren für Zivilpersonen. Die provisorische Regierung unter General De Gaulle kaufte eine gewisse Anzahl an Hürlimann Traktoren um den französischen Anbau wieder zu beleben. Nach Aussagen von meinem Vater wurden die ersten in ganz Frankreich verteilt, ein Traktor pro Departement, im Ganzen 52 Departements, 52 Traktoren. Mein Vater, der im Departement Manche in der Normandie lebte, wurde von der Präfektur informiert, dass der Landwirt kein Geld hatte um den Traktor zu bezahlen. Mein Vater bot sich an um ihn zu kaufen obwohl er einen Forstbetrieb hatte. Der Traktor kam ganz neu 1946 an, eine Revolution in technischer Hinsicht weil während dieser Zeit all dieses Material mit Benzin lief oder es war amerikanisches Material. Nach den Erinnerungen von meinem Bruder, war der Traktor ein Alleskönner, Abtransport im Wald, Ziehen von Anhängern, um alles zu erledigen in einem Sägewerk, Zerdrücken von Äpfel mit Hilfe der Seitenriemenscheibe um Most zu herzustellen. Der Traktor war zu dieser Zeit der König der Traktoren, es war die Zeit der Zugpferde, der Traktoren mit Höllenlärm und ohne Kabine aber die Forsttraktoren Latil + Agrip + Unimog nahmen ihren Platz ein. Der 2. Traktor wurde 1955 gekauft, diente 15 Jahren und wurde 1970 weiterverkauft und in 2005 fand ich ihn in einem Sägewerk wieder, noch immer derselbe Inhaber (80 Jahre alt) der den Traktor während 10 Jahren nutzte und seitdem in der einer Garage steht.